Entbuschung im Poli


herbstlicher Arbeitseinsatz

Heute waren einige Mitglieder von BirdLife Sarganserland im Flumser Poli im Einsatz. Bei stürmischem Föhn wurden junge Eichen, Föhren und Weisstannen freigestellt und nach Süden exponierte Flächen entbuscht. Mit diesem Einsatz sollen Tier- und Pflanzenarten gefördert werden, die lichte Waldflächen benötigen. Dank dem grossen und motiverten Einsatz der Gruppe konnten die geplanten Arbeiten schnell und höchst zufriedenstellend erledigt werden.

Herzlichen Dank allen Helferinnen und Helfer!


Naturtagung ein voller Erfolg!


Interessiertes Publikum an der Sarganserländer Naturtagung

Die 7. Sarganserländer Naturtagung wird uns in bester Erinnerung bleiben. Mit über 100 Besuchern konnten wir einen absoluten Besucherrekord verzeichnen! Antonia Ettwein von der Vogelwarte Sempach startete die Vortragsreihe mit einem interessanten Einblick in die systematische Erforschung des Weissrückenspechts. Mit viel Herzblut berichtete Livia Haag über Haselmaus, Hecke und Himbeer. Denkwürdig waren auch die beiden Referate nach der Pause. Während Martin Schuck aus Sicht des Artenschutzverantwortlichen von BirdLife Schweiz auf die Defizite der Landwirtschaftspolitik in Bezug auf die Bedürfnisse von Feld-und Wiesenvögeln hinwies, zeigte Bruno Inauen die Herausforderungen als Leiter des kantonalen Landwirtschaftsamt und die Stossrichtungen für die Zukunft auf. Ein herzliches Dankeschön allen Besuchern und den spannenden ReferentInnen.

 


Fleissige Helfer im School


viele Helfer packen an

Das Naturschutzgebiet School bei Sargans bietet bedeutenden Amphibien wie dem Kammmolch und vielen anderen Tier- und Pflanzenarten einen idealen Lebensraum. Damit die Qualität für die selten gewordenen Lebewesen langfristig erhalten bleibt, sind alljährlich Pflegemassnahmen nötig. Kürzlich war es wieder soweit. 18 Personen haben gemäht, geräumt und geschwitzt. Vielen herzlichen Dank!

 


Verkürztes Beobachtungswochenende


spannende Beobachtungen

Dauerregen verhinderte am ersten Oktobersamstag die Teilnahme am international koordinierten Eurobirdwatch. Umso mehr geschätzt wurden die trockenen Verhältnisse am Sonntag und auch der Besucheraufmarsch war zufriedenstellend. Die Führungen waren rege besucht, so auch von einem Eisvogel, einer Wasserralle, einem Zwergtaucher und von Teichhühnern. Ein herzliches Dankeschön an Denis Lorenz für die Führung und dem Festwirtschafts- und Bäckerteam um Manuela.

 


Ruhiges Zugvogelwochenende auf dem Kunkelspass mit einigen Höhenpunkten


Vogelzug

Am Wochenende vom 14. Und 15. September betrieb BirdLife Sarganserland einen Beobachtungsposten auf dem Kunkelspass (GR). Ziel war es, an diesen beiden Tagen den Vogelzug, durch Bestimmen und Zählen zu erfassen. Aufgrund der seit mehreren Tagen anhaltenden Hochdrucklage war über dem Pass nicht mit einem konzentrierten bzw. einem eher geringen Zug zu rechnen, da bei dieser Wetterlage die Vögel die Alpen oft hoch und direkt überfliegen ohne sich an die Täler halten zu müssen.

Trotzdem lief einiges. Am Samstagmorgen waren es die Rauchschwalben, die ohne Unterbruch zu Hunderten über die Lücke westlich des Garschlichopfs gegen Süden zogen. Auffällig waren auch herumstreunende Trupps von Eichelhähern, Tannenmeisen und Distelfinken. Am Nachmittag nach einer eher inaktiven Periode mit wenigen ziehenden Mehl- und Rauchschwalben und zwei jungen Wespenbussarden, zeigten sich als Höhepunkt des Tages über dem Taminser Älpli einige ziehende Rohrweihen und ein Trupp Kormorane die in V-Formation über den Pass zogen. Einige Greifvögel zogen so hoch über den Beobachtungsposten, dass sie auch mit dem Fernrohr nicht sicher bestimmt werden konnten.

Am meisten beeindruckten am Sonntag vor allem die Steinadler die Beobachtungsposten-Besucher. Die Zugaktivitäten beschränkten sich hauptsächlich auf Mehl- und Rauchschwalben. Ziehende Wespenbussarde und Rohrweihen konnten keine ausgemacht werden. Tageshöhepunkt war ein Fischadler, der den Pass in geringer Höhe und in schnellem Tempo überflog.

Der Kunkelspass war nicht nur wegen dem Vogelzug eine Reise wert. Überzeugt hat auch die Aussicht auf eine atemberaubende Landschaft zwischen dem Ringelspitz und dem Calanda-Massiv.

Artenliste:

Art 14.09.2019 15.09.2019
Alpendohle* 100 100
Alpenmeise 1 1
Alpensegler 0 10
Baumfalke 1 0
Bergpieper 1 0
Eichelhäher 15 20
Erlenzeisig 5 0
Felsenschwalbe 8 10
Fichtenkreuzschnabel 20 20
Fischadler 0 1
Grünspecht 2 1
Hänfling 10 10
Hausrotschwanz 2 2
Kolkrabe 9 3
Kormoran 13 0
Mäusebussard 3 8
Mehlschwalbe* 1500 200
Misteldrossel 20 20
Rabenkrähe 3 3
Rauchschwalbe* 2000 500
Ringeltaube 3 2
Rohrweihe 12 0
Schwarzspecht 2 0
Sperber 3 1
Stieglitz 20 30
Tannenhäher 2 2
Tannenmeise 20 0
Turmfalke 5 2
Wespenbussard 2 0
unbest. Greifvögel 4 3
Summe Individuenzahl 3786 949

*geschätzte Zahlen bei Alpendohlen, Mehl- und Rauchschwalben


Aktuelles aus dem Vereinsleben


Wissen Sie was der Kiesfang Vilters mit dem Kiebitz gemeinsam hat und der Wendehals mit einem Wasserrad? Alle vier sind Themen im aktuellen Newsletter von BirdLife Sarganserland, den Sie hier finden können.

„Sträucher günstig kaufen oder kostenlos tauschen“ verlängert


Zur Förderung der natürlichen Vielfalt führen dieses Jahr alle Gemeinden im Sarganserland eine Sträucher- oder Sträuchertausch-Aktion durch. Bestellerinnen und Besteller mit Wohnsitz in einer Gemeinde mit Tauschaktion erhalten, bis zu einer von der jeweiligen Gemeinde festgelegten Obergrenze, kostenlos eine einheimische Ersatzpflanze pro Kirschlorbeer, Sommerflieder oder Forsythie mit Wurzeln, welche am Liefertermin in der bereitgestellten Mulde entsorgt werden. Pro Postanschrift können max. 10 Sträucher kostenlos bezogen werden. Auch wer nicht die Möglichkeit hat Pflanzen einzutauschen oder mehr als 10 möchte, kann für 5.- pro Stück wurzelnackte Sträucher vorbestellen und im Herbst abholen. Details zu den jeweiligen Angeboten und über den richtigen Umgang mit Neophyten finden Sie in den Gemeindenachrichten und auf den Webseiten der einzelnen Gemeinden.

Broschüre biodiversitätig!
Merkblatt Neophyten
Pflanzanleitung

Die Gemeindelinks werden laufend erweitert:

Unterlagen Bad Ragaz
Unterlagen Flums
Unterlagen Mels
Unterlagen Pfäfers
Unterlagen Quarten
Unterlagen Sargans
Unterlagen Vilters Wangs 

 


Erfolgreiche Suche nach dem Grossen Glühwürmchen


Weibchen des Grossen Glühwürmchens (Foto: Wofl~commonswiki)

Kurz vor dem Johannistag (24. Juni) begab sich BirdLife Sarganserland auf die Suche nach dem Grossen Glühwürmchen. Die Suche der knapp zwanzig Teilnehmer begann in der Dämmerung. Am Anfang war Geduld angesagt. Das Glühen liess aufgrund der Tageslänge auf sich warten. Zur Überbrückung lauschte die Exkursionsgruppe den sorgfältig und melodienreich vorgetragenen Abend-«Liedern» von Drossel und Co. In einer Waldlichtung wurde auf den Balzflug der Waldschnepfe gewartet. Die erwartungsvolle Ruhe, bei so vielen Teilnehmern keine Selbstverständlichkeit, und der späte, dauernde Gesang einer einzelnen Singdrossel sorgten für eine stimmungsvolle Pirsch. Leider erfolglos. Trotzdem.

Die mittlerweile fortgeschrittene Dämmerung gab das Zeichen für die Suche nach dem Grossen Glühwürmchen. Die Art ist eine von acht in der Schweiz vorkommenden und die häufigste Glühwürmchenart in der Ostschweiz. Wie Verbreitungskarten zeigen, wird die Art nur selten beobachtet. Im Sarganserland sind lediglich zwei bis drei Fundstellen bekannt. Die beste Beobachtungszeit sind die Monate Juni und Juli mit einem Höhepunkt in der Johannisnacht. In der Nacht sichtbar sind die Weibchen, die mit ihrem Leuchten im Gras versuchen paarungsbereite Männchen anzulocken.

Das Finden der Glühwürmchen gestaltete sich anfangs als Geduldsspiel. Im Halbdunkel wurden bald kleine weissblütige Pflanzen als vermeintliche als Glühwürmchen «erkannt». Und plötzlich waren die echten da. Grünliche dauernd leuchtende Punkte im hohen Gras wurden nach dem Verschwinden des Resttageslichtes deutlich sichtbar. Bei zu hastigen Bewegungen erloschen diese Punkte schnell wieder um kurz danach wieder zu leuchten. Ein heftiger Platzregen führte zum rechtzeitigen Abschluss der Exkursion. Die Weibchen des Grossen Glühwürmchens leuchteten weiter.

 


Vielseitige Bergexkursion


Steinadler

Eigentlich wollten ja noch mehr Teilnehmer morgens um halb sechs den Berg hoch um beim traditionellen Beobachten in der Mädemsregion mit dabei zu sein. Als dann jedoch die ganze Nacht Blitz und Donner viele vom Schlafen abhielt, haben sich dann nur drei unverwüstliche bei Regen am Bahnhof Mels eingefunden.

Im Mädems Obersäss angekommen wurde dann kurzerhand der Stall in Beschlag genommen, da es immer noch regnete. Nichtsdestotrotz  konnten vom Unterstand aus viele Vögel auch auf kurze Distanz beobachtet werden und als sich das Wetter dann besserte wurde der Weg in Richtung Mädemschamm unter die Füsse genommen, wo dann auch noch zwei weitere Teilnehmer dazustiessen.

Auf dem Weg fielen dann vor allem die vielen Jungvögel von Bergpiepern, Hausrotschwänzen, Bluthänflingen oder die Ringdrosseln beim Füttern auf. Teilweise war die Bestimmung gar nicht so einfach. Zudem wurden immer wieder Bergsalamander gekreuzt. Oben angekommen konnte sich ein Schneehuhn gerade noch schnell verstecken, so dass es nicht von allen gesehen wurde. Als dann später ein Steinadler im Tiefflug über die Köpfe der Teilnehmer glitt, wurde wohl auch das Huhn wieder aufgeschreckt. So konnten alle beobachten wie es sich ganz geduckt aus dem Staub machte.

Leider ist dann aber auch schon wieder ein Gewitter aufgekommen, so dass beim Weg nach unten ziemlich wenig Zeit und Lust zum Beobachten blieb. Bei der Hütte der Rinderalp gab es dann zur Stärkung Kaffee und Süsses - vielen herzlichen Dank dem Hirtenpaar Susanne und Bruno - und beim Heimgehen hat uns sogar noch eine Bergeidechse tschüss gesagt.

Bergeidechse

 


Abschluss des Vogelkundegrundkurs 2019


Mit der gestrigen Bergvogelexkursion wurde der Vogelkundegrundkurs 2019 abgeschlossen. In aller Herrgottsfrühe gings los. Vom Alpenbirkenzeisig über den Steinadler und den Schwarzspecht bis hin zum Zilpzalp präsentierte sich den früh aufgestandenen zusammen mit einer Vielzahl anderer Arten eine grosse Artenvielfalt auf dem Weg zum Seebenalpsee . 21 Teilnehmende haben an fünf Theorieabenden und fünf Exkursionen die heimische Vogelwelt kennengelernt. Einige von ihnen haben sich bereits für den ab Oktober stattfindenden Feldornithologiekurs angemeldet um ihre erlangten Erkenntnisse weiter zu vertiefen.