Hochstammobstbaum-Aktion im Sarganserland


BirdLife Sarganserland organisiert im Herbst 2025 eine Hochstammobstbaum-Aktion. Ziel ist die Förderung dieser wertvollen Kulturgüter als Lebensraum für Tiere und zur Aufwertung der Landschaft.

Mit der Unterstützung der Politischen Gemeinden Bad Ragaz, Flums, Mels, Pfäfers, Quarten, Sargans und Vilters-Wangs sowie dem Landschaftsqualitätsprojekt Sarganserland ist es möglich, die Bäume zu einem günstigen Preis abgeben zu können.

Bestellungen können bis zum 15. September 2025 per E-Mail an hannes.schumacher@bluewin.ch aufgegeben werden. Die Auslieferung erfolgt im November. Bitte benutzen sie für die Bestellung das folgende Formular:  Bestellformular_Hochstammobstbaum-Aktion-2025_Sargans.pdf (151,13 kb)


 


Herbstzug in Nordbünden und im Sarganserland 2025


Die Ornithologische Arbeitsgruppe Graubünden (OAG) und BirdLife Sarganserland (BLSL) möchten in einem gemeinsamen Projekt mehr über die Routen des herbstlichen Vogelzuges im Raum Nordbünden und im Sarganserland herausfinden.

Zu diesem Zweck werden an unbekannten und bekannten Durchzugspunkten Beobachtungen durchgeführt. In diesem Jahr werden Beobachtungsposten auf dem Eichbühl bei Pfäfers, dem Kunkelspass sowie dem Glaspass betrieben.

Um die Beobachtungen effizient in der Zugsaison durchführen zu können, werden Beobachtende gesucht. Die geplanten Beobachtungsdaten sind aus dem Beobachtungskalender in der beigefügten Ausschreibung ersichtlich. Es ist vorgesehen, die Beobachtungsposten zwischen 9.00 und 16.00 h zu betreiben.

 


Stimmenexkursion Rheinau Sargans vom 29. März 2025



Das Frühjahr ist die Zeit des Vogelgezwitschers, welches natürlich der Revierverteidigung und Partneranlockung dient. Weil die verschiedenen Vogelarten charakteristische Melodien singen, kann man sie anhand ihres Gesangs gut unterscheiden. So machten sich am 29. März 25 rund 20 Personen in drei Gruppen auf, den Vogelstimmen zu lauschen. Trotz des garstigen Wetters konnten doch etliche Waldarten wie Ringeltaube, Kleiber, Mönchsgrasmücke, Kohl- und Blaumeise, aber auch der Bunt- und Grünspecht sowie den Gartenbaumläufer gehört werden. Auf dem Rheindamm war der Wind in Kombination mit Regen so stark, dass sich dort keine Arten hören und blicken liessen.  Nach dem zweistündigen Eintauchen in die Klangwelt der Vögel waren alle froh, rasch wieder in die warme Stube zu kommen, um aufzuwärmen. 

 

 


Frühlingsgefühle trotz kalter Temperaturen


Schellenten

Die traditionelle Endjahresexkursion führte dieses Jahr einmal auf neue Wege. So fanden sich frühmorgens mehr als ein Dutzend Birderinnen und Birder ein, um die Strecke von Pfäffikon SZ über den Seedamm nach Rapperswil unter die Füsse  zu nehmen. Nach der Begrüssung und einer kurzen Einleitung durch das Leitungsduo Berta und Urs wurde auch prompt die erste dunkelgefärbte Ackermöwe gemeldet - Beweis dafür, dass nebst eigentlich guten ornithologischen Kenntnissen auch Phantasie, Humor und gute Laune gerne gesehene Begleiter waren. Speziell zu erwähnen ist sicher die Beobachtung eines Ohrentauchers auf angenehm kurze Distanz und die ausführlichen Beobachtungen von Schellenten. Sie bewiesen unmissverständlich, dass auch Wintergäste bereits den Frühling spüren können. Da mit der Zeit Hände, Füsse und andere Körperteile klar meldeten, dass die Temperaturen winterlich waren, wurde die vorgeschlagene Einkehrpause gerne zum Aufwärmen und fachsimpeln genutzt.

 

Schwarzhalstaucher ganz alleine unterwegs?


Auf der Suche nach dem Gartenrotschwanz


Den Gartenrotschwanz fanden den Exkursionsteilenehmenden zwar nicht, dafür aber diesen singenden Wendehals in Heiligkreuz (Foto: Marianne Ryser)

Ist der Gartenrotschwanz aus dem Sarganserland verschwunden? Diese Frage stellt sich, wenn man die Beobachtungsmeldungen der letzten Jahre in unserer Region anschaut. Im vergangenen Jahr konnten keine Beobachtungen zur Brutzeit gemacht werden.

BirdLife Sarganserland lud Ende April zu einer Exkursion durch die ehemaligen Lebensräume dieser bis Ende der Sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts noch häufige Vogelart. Von der Amsel bis zum Zilzalp zeigten sich viele Arten singend auf dem frühmorgendlichen Spaziergang von Sargans nach Heiligkreuz. Auch die Zaunammer liess sich zumindest akustisch in zwei Revieren nachweisen. Besonders erfreulich war die Entdeckung eines Wendehalses, der für alle Exkursionsteilnehmenden gut sicht- und hörbar im von Rebflächen durchsetzten Heiligkreuz zuoberst in einem Kirschbaum und in einer Fichte seine wenig melodiösen aber umso lauteren Strophen sang.

Die Hoffnung den Gartenrotschwanz zu sehen bzw. dessen Gesang zu vernehmen, zerschlug sich leider im Laufe der Exkursion. Da die Brutsaison noch jung ist und aufgrund der ungünstigen Staulagen am Alpenhauptkamm ev. noch nicht alle Gartenrotschwänze aus dem Winterquartier in der Sahelzone südlich der Sahara ins Sarganserland zurückgekehrt sind, besteht noch Hoffnung.


Grau-weiss waren diesmal nur Möwen!


Eisvogel

Einst war die Jahresabschlussexkursion für richtig hartgesottene Birder*innen. Ob das definitiv Tempi passati ist? Wer weiss… Die Bodensee Exkursion 2023 war jedenfalls eine für Geniesser*innen, ob hart gesotten oder nicht. In weiter Ferne zeigte die Nebelwand wie es hätte sein können. In der Region Arbon – Steinach wurden die Teilnehmenden durch die Sonne verwöhnt. Dass dadurch die Vogelfarben manchmal schwierig zu erkennen waren, darf man deshalb wohl in die Kategorie «Luxusproblem» abschieben. Es ist aber trotzdem unbestritten und sogar bildlich belegt, dass uns ein Eisvogel beglückte, ebenso wie ein Mittelsäger, welcher in Ufernähe tauchte. Wer mehrheitlich weisse Vögel am Wasser nicht als «Möwen» im übertragenen Sinne in einen Topf schmeissen möchte, hatte zudem die Gelegenheit, nebeneinander Lach-, Sturm-, Steppen- und Mittelmeermöwen zu vergleichen. Die zurückgelegte Strecke diente wohl kaum der Wiederherstellung der Figur nach dem Festtagsschmaus. Über 40 beobachtete Vogelarten, welche den Puls höherschlagen lassen, sind aber sicherlich Ausrede genug!

Mittelsäger


Windenergie im Sarganserland


Bild: Marko Grothe via Pixabay

BirdLife Sarganserland hat mit interessierten Mitgliedern einen Themenabend zu Windenergie im Sarganserland durchgeführt um die Stimmung zu spüren und die kantonalen Vorschläge für Richtplanänderungen zu diskutieren. Basierend auf dieser Grundlage hat der Vorstand eine Stellungnahme eingereicht. Der Vorstand und die Teilnehmenden des Abends stehen grundsätzlich hinter der Energiepolitik des Bundes, werden als Naturschutzorganisation aber konkrete Projekte im Detail auf ihre unterschiedlichen Wirkungen prüfen.


Kalte Balz bei milden Temperaturen


Während ein Teil der Exkursionsteilnehmer*innen auf Zugvögel warten, beobachtet der andere Teil die Kalte Balz der Birkhähne unterhalb des Alppass (Foto: Hannes Schumacher)

Der Zug von Vögeln und Insekten über die Alpen war das Exkursionsthema vom 8. Oktober zum Alppass über dem Weisstannental. Eigentlich. Denn ziehende Vögel waren nur wenige zu beobachten. Abgesehen von einer grösseren Gruppe rastender Hausrotschwänze, umherstreifender Misteldrosseln, einem Turmfalken, einem Rotmilan, ein paar Buchfinken- und Erlenzeisigtrupps war kaum Zugbetrieb feststellbar. Normalerweise überfliegen zu dieser Jahreszeit viele Sing- und Greifvögel den Einschnitt in der Krete zum Gamidauerspitz. Das wochenlang sonnige und milde Wetter vor der Exkursion hatte offenbar dazu geführt, dass der Vogelzug an diesem Tag eher unspektakulär, weitgehend unsichtbar bzw. in grosser Höhe stattfand.

Was die Vögel eher nicht zeigten, zeigten aber die Admirale. Diese auffällig rot-schwarz-weiss gefärbten Tagfalter zogen einzeln und in grosser Zahl über den Alppass gegen Süden. Aus nächster Nähe und kurzer Fotodistanz liessen sich auch eine kleine Gruppe Tannenmeise auf einer kleinen Fichte beobachten. Diese der Kohlmeise stark ähnelnden Art gehört zu den Standvögeln, die die kalte Jahreszeit in ihren Brutrevieren verbringen. Aufgrund des nichtscheuen Verhaltens dieser kleinen lebendigen Vögel, kam trotzdem der, etwas gewagte, Verdacht auf, dass diese auf dem Zug aus Skandinavien auf dem Alppass eine Rast einlegten.

Zuerst aus der Weite, dann immer näher kommend war der Ruf balzender Birkhähne zu hören, die zu dieser Jahreszeit in der sogenannten Kalten Balz ihre Reviere gegenüber den Geschlechtsgenossen abstecken. Einer der Exkursionsteilnehmenden gelang schliesslich die Entdeckung und das Zeigen eines Hahns, der gut versteckt in Grüneschen seinen Balzruf vortrug. Drei Steinadler vollführten, offenbar im Revierstreit, beeindruckende Luftakrobatik. Auf dem Abstieg fanden die Teilnehmenden Federn vom Birkhahn und einen frischen Rupf einer geschlagenen Misteldrossel.

Trotz des dürftigen Zuggeschehens war einiges los auf dem Alppass. Den Teilnehmenden hat die Exkursion gefallen.