Kein Windpark in der Rheinau


(Symbolbild - Quelle Wikipedia)

Entgegen des Entwurfes, welcher im Frühsommer 2018 in die Vernehmlassung geschickt wurde, hat die St. Galler Regierung den Windpark Rheinau nicht in den Richtplan aufgenommen. Hauptausschlaggebend dafür war die Einschätzung des Bundes. Dieser beurteilt den Standort Rheinau zum heutigen Zeitpunkt aufgrund des Vogelschutzes als nicht genehmigungsfähig. Der Perimeter des Gebietes Rheinau befinde sich in unmittelbarer Nähe der Lebensräume von fünf auf Windenergieanlagen sehr empfindlichen Vogelarten (Steinadler, Uhu, Wanderfalke, Rotmilan (Schlafplatz) und Alpensegler). Die in Aussicht gestellten, aufwändigen weitergehenden Abklärungen zu allfälligen betrieblichen Massnahmen zum Schutz der Brutvögel scheinen dem Bund nicht zielführend, da Minderungs- respektive Kompensationsmassnahmen zugunsten der Brutvögel beim Betrieb des Windparks nicht wirksam seien.

BirdLife Sarganserland ist dankbar für diesen Entscheid und sieht sich damit in seiner Einschätzung in der verfassten Stellungnahme zu Handen des Kantons bestätigt.


Eine begeisterungsfähige Schar am Kinderkurs


Eine begeisterte Kinderschar

24 motivierte Kinder aus der Region haben sich an zwei Mittwochnachmittagen der einheimischen Vogelwelt gewidmet. Am ersten Nachmittag stand spielerisch Theorie auf dem Programm, am zweiten Mittwoch pirschte die Schar durch den Giessenpark. Auf Grund des grossen Wissens auf der Exkursion besteht der Verdacht, dass viele der Kinder mittels ausgeteiltem Memory sogar die Zwischenzeit nutzten um heimlich zu üben! Trotz Windes haben sich viele Vogelarten bemüht, aktive Förderung der Nachwuchsornithologen zu betreiben. Der Kurs stiess auf Anklang, wie die Schlussbemerkung eines Teilnehmers unschwer erkennen lässt: „Oh nei, scho fertig?“ Im Übrigen teilt das Kursleiterteam diese Meinung!


Wir sind biodiversitätig!


Da sind wir hoffentlich mit Ihnen in guter Gesellschaft. Sollten Sie dennoch Möglichkeiten haben, die natürliche Vielfalt in ihrer Umgebung zu verbessern, so möchten wir Ihnen Anregungen geben, wie sie vorgehen können. Selten bietet sich die Möglichkeit, riesige Flächen im Siedlungsgebiet aufzuwerten, aber jede und jeder kann "Stück für Stück" etwas beitragen. Details dazu sehen Sie im Eintrag zu unserem Projekt "Natur im Siedlungsraum".


Jahresbericht 2018


Das 7. Vereinsjahr von BirdLife Sarganserland ist Geschichte und schrieb zugleich einige interessante Geschichten. Gerne bieten wir Ihnen mittels Jahresbericht einen Einblick in unsere Tätigkeiten.

Jahresbericht 2018


Neues im Sarganserland


Aktuelles aus der Region und darüber hinaus können Sie unserem aktuellen Newsletter entnehmen. Unter anderem werden erstmals Einblicke in den neuen Brutvogelatlas im Bezug auf die Vogelwelt unserer Umgebung gewährt und der neue Veranstaltungskalender vorgestellt. Aber sehen Sie hier selbst:

Newsletter vom Dezember 2018 (1.02 mb)


Winterexkursion nach Klingnau...


...oder die Oase war eine Fata Morgana! Aber beginnen wir von vorn. 18 unerschrockene "Birdwatcherinnen und Birdwatcher" machten sich am 27. Dezember auf den Weg nach Klingnau, gelotst von den Exkursionsleiterpraktikanten Berta und Urs. Nach professioneller Begrüssung inkl. Einführung in die Geschichte des Klingnauer Stausee gings auf die Pirsch. Von fischzerlegender Mittelmeermöwe über fast alle Entenarten, akrobatischen Erlenzeisigen sowie Silber- und Seidenreiher in praktischer Vergleichsansicht war wohl für alle etwas dabei. Idealer Zeitpunkt für eine Kaffeepause in der Oase, wie auf der Vorexkursion geprobt. Aber oha! Dies erwies sich als Fata Morgana der kalten Sorte. Trotz persönlicher Voranmeldung anfangs Dezember standen wir vor verschlossenen Türen. Nicht alle hätten sich in dem Moment als "unerschrockene, kälteresistente" Teilnehmer bezeichnet! Aber das Leiterteam kniete sich in die Organisation und fand, zwar in einiger Entfernung, ein Asyl mit Verpflegung, das sich als freundliches, gutes Restaurant entpuppte und durchaus geeignet war, die Moral zu heben.

Frisch gestärkt und aufgewärmt gings weiter. Ein am Ufer fressender Schwan stand plötzlich im Rampenlicht, als er den Kopf aus dem Wasser hob: der Schnabel war schwarz-gelb. Ein Singschwan auf 5 Meter hatten bis jetzt die wenigsten gesehen. Keineswegs Alltag für Sarganserländer war auch der Trupp Grosser Brachvögel, der uns anschliessend noch beglückte. Zusammen mit Berta wurde anschliessend der Kormoran noch Steckbrieflich erläutert, bevor es gerade rechtzeitig auf den Zug heim ging. Man darf sich freuen, wenn nächstes Jahr das Leiterteam, dann hoffentlich als frischgebackene Exkursionsleiter, wieder zur Exkursion einlädt.


Neue Kurse 2019


Das Kursprogramm von BirdLife Sarganserland fürs 2019 steht. Zwei Grundkurse für Libellen und Vögel sind im Frühling geplant. Im Oktober startet ein Feldornithologiekurs, in dem die Vogelkunde vertieft wird.

Die Details zu den Kursen finden Sie hier.


500 Hochstämmer gegen Burglind


Seit Samstag ist das Sarganserland um über 500 Hochstammobstbäume reicher. BirdLife Sarganserland hat Hochstammobstbäume an über 100 Besteller im ganzen Sarganserland abgegeben. Die Unterstützung durch die politischen Gemeinden, die Ortsgemeinden sowie das kantonale Amt für Natur, Jagd und Fischerei hat einen sehr günstigen Abgabepreis ermöglicht. Wir hoffen, dass sich die Bäume prächtig entwickeln und bald wieder vermehrt das Landschaftsbild in unserer Gegend prägen können.


Schwitzen für die Gelbbauchunke


Einige morgendliche Restwolken sorgten für angenehme Arbeitsbedingungen im Kiesfang Vilters, trotzdem floss einiges an Schweiss. Vorne gings mit Pickel und Schaufel ans Werk, weiter hinten mit Locheisen und Steinschlegel. So konnte erfolgreich ein zweiter Weidenzaun und eine Steinstruktur für Amphibien erstellt werden. Für die Gelbbauchunkenlaichstelle leistete der Boden dann allerdings harten Widerstand, so dass ein Profi mit maschineller Verstärkung aufgeboten werden musste. Die Bratwurst vom Grill war also wohlverdient! Am Nachmittag durfte Selina endlich in die Fischerstiefel steigen und versuchen, einen bibersicheren "Verstopfungsschutz" zu erstellen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob er wirkt!


Arbeitseinsatz im Schohl


Einmal im Jahr wird der Schiessbetrieb im sonst so viel genutzten Schiesstand ausserhalb von Sargans eingestellt, damit die nötigen Pflegeaarbeiten im Naturschutzgebiet vor dem Winter erledigt werden können. Dank fleissiger Helfer konnten innert zwei Tagen alle nötigen Arbeiten erledigt werden. Zusätzliche Motivation verliehen die beiden langjährigen Schohlpfleger Martin Frehner und Andreas Rotach mit ihren Ausführungen, welchen Bewohnern, welche Massnahmen besonders nützten.Es wurde Schilf geschnitten, mit stacheligen Brombeeren gekämpft um das unerwünschte Einwachsen der Steinlinsen zu verhindern und alles Schnittgut zusammen gerecht. In jeder Hinsicht zwei intensive, aber nützliche Arbeitstage!