Von Kammmolch bis Ringelnatter


Nachtaktive Naturfreunde begaben sich zu später Stunde in ein, auf den ersten Blick eher lebensfeindliches Umfeld: zwischen den Park und Ride Parkplatz und die Geleise am Bahnhof Sargans. Doch der Optimismus von Kursleiter Andreas Rotach war ansteckend und die vorgefundene Amphibienvielfalt und -menge beeindruckend. Berg-,Teich- und Kammmolche konnten im Schein der Stirnlampe bewundert werden. Auch Blutegel und sogar eine Ringelnatter faszinierten die Teilnehmer, ob Kind oder Rentnerin, gleichermassen. Keine Frage, was tagsüber wie ein unscheinbarer Kanal wirkt, erwacht nachts zum Leben!


Amphibien Abend


Dass Amphibien feucht und nass mögen ist eine Sache. Dass zur Zeit der geplanten Exkursion im Anschluss an den Theorieteil Schneeregen fällt, überspannt den Bogen aber. Dies ermöglicht den Teilnehmern dieses Kurzkurses das erworbene Wissen über Kröten, Frosch und Co setzen zu lassen und anhand des abgegebenen Blattes die Molchbestimmung in Theorie zu üben, bevor dann nächsten Donnerstag, hoffentlich bei besseren Bedingungen, die Exkursion doch noch stattfinden kann. Im Schein der Stirnlampe wird im Bahngraben Sargans ab 21 Uhr das Bestimmen von Amphibien geübt. Interessierte können sich bei Ursina Wüst noch anmelden unter 079 236 56 79 oder jugend@birdlife-sl.ch.


Trüber Himmel wird durch ornithologische Leckerbissen erhellt!


Gänsegeier, Wiesenweihe, Kampfläufer, Braunkehlchen, Steinschmätzer, Schafstelzen... die Temperaturen der letzten Aprilwoche mögen nicht zum Rausgehen locken. Schaut man auf die Liste der beobachteten Arten kann sich das schnell ändern. Einmal mehr zeigt es sich, dass das Sarganserland an einer interessanten Zugvogelstrecke liegt!
Beobachten ist das eine, melden das andere. Eine Erfassung der Beobachtung ermöglicht interessante Statistiken und ist für wirkungsvolle Schutzmassnahmen unerlässlich. Bitte geben Sie also ihre Beobachtung unter www.onitho.ch ein. Eine Zusammenfassung der regionalen Meldungen ist auf unserer Homepage ersichtlich.


Samenbomben bauen


Ferienprogramm für Spontane bot die Jugendgruppe in den Frühlingsferien. Auf dem dazu idealen Spielplatz im Kiesfang Vilters wurden Samenbomben gebaut. Aus Erde, Ton und einer einheimischen Samenmischung wurden Kugeln oder zum Teil sogar Vögel oder andere kleine Kunstwerke geformt und getrocknet. Diese können nun an günstigen Orten ausgelegt oder zu Hause auch in Töpfchen oder Kistchen gepflanzt werden. Da Arten, welche besonders wertvoll für Wildbienen und Schmetterlinge sind, darunter sind, lohnt es sich, die Blumen genau zu beobachten.
Unter allen Einsendern eines Bildes mit Blume und Insekt wird anfangs August eine Exkursion verlost.


Grosses Interesse am Kurzkurs Schalenwild


Gämse, Hirsch & Co interessieren. Dies hat der grosse Besucheraufmarsch am ersten Birdlife Sarganserland Kurzkurs gezeigt. Vor vollen Rängen präsentierte Wildhüter Rolf Wildhaber mit viel Herzblut den Steinbock und seine Eigenheiten sowie Details über das Gamswild, deren Bestandeszahlen rückläufig sind und im Auge behalten werden müssen. Den Rehbestand zu erfassen ist eine ungleich schwierigere Aufgabe, aber gemäss Dominik Thiel, Leiter des Amtes für Natur, Jagd und Fischerei auch nicht prioritär. Deutlich spürbar ist bei dieser Schalenwildart die Anwesenheit des Luches in einem Revier. Grössere Verbissschäden in Wäldern erfordern allerdings eine enge Zusammenarbeit zwischen Forst und Wildhut resp. Jagd. Die Bejagung des Schwarzwildes ist eine der grossen Herausforderungen in unserem Kanton. Die präsentierten Reproduktionszahlen zeigen das eindrücklich auf: 300% beträgt sie beim Wildschwein, lediglich 10% beim Steinbock!
Gezielt geforscht wird in unserem Kanton auch beim Rothirsch. Das Wanderverhalten dieser Wildart wird mittels Besenderung aufgezeichnet und ausgewertet. Im Gegensatz zum Reh können Hirsche mit einer Ungenauigkeit von lediglich etwa 20-25% gut gezählt werden und damit auch eine präzise Planung der Bejagung vorgenommen werden. Glücklicherweise wurden in unserem Kanton noch keine tuberkulosekranken Hirsche festgestellt. Es bleibt die Hoffnung, dass das so bleibt.


Schnee treibt Alpenbraunellen ins Tal



Auf den ersten Blick ist sie unscheinbar. Auf den zweiten fallen die vielen Farben und Zeichnungen im Federkleid auf. Dazu kommt die Grösse, die sie am Futterbrett deutlich vom Buchfink abhebt.

Im Moment sind einige Alpenbraunellen in den Tallagen des Sarganserlandes zu beobachten. Bekannte Aufenthaltsorte dieser Gebirgsvogelart, die bis 3000 m.ü.M brütet sind Sargans (Prod, Altstadt) oder der Melser Vorderberg.


Winterliche Wasservogelzählung am Alpenrhein


Das sind die Resultate der gestrigen Wasservogelzählung am Alpenrhein zwischen Trübbach und Sevelen. Die Wasservogelzählung fand gestern europaweit statt. Mehr Informationen finden Sie hier.

 
  • 20 Wasseramseln
  • 34 Krickenten
  • 37 Stockenten
  • 8 Kormorane
  • 1 Silberreiher
  • 3 Graureiher
  • 11 Gänsesäger
  • 6 Bachstelzen
  • ca. 30 Bergpieper
  • 6 ZählerInnen
  • 12 km Gehdistanz
  • -2 C°

 


Hochstammobstbaum-Aktionen ein Erfolg


Die Hochstammobstbaum-Aktion ist wieder ein grosser Erfolg. Am Samstag, 12. November können 552 junge Hochstämmer an insgesamt 96 Besteller abgegeben werden. Dank den beiden im 2012 und 2016 durchgeführten Pflanzaktionen von BirdLife Sarganserland, der Unterstützung aller Politischen Gemeinden des Sarganserlandes, einiger Ortsgemeinden sowie des Amtes für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons St. Gallen zieren nun wieder insgesamt 1'127 neue Hochstammobstbäume das Sarganserland.


Markierter Rotmilan gesichtet


Wie in den vergangenen Wintern hat sich wieder eine grosse Anzahl Rotmilane die Rheinau als Winterquartier ausgesucht. Tagsüber sind sie in der ganzen Region verteilt auf Nahrungssuche, am späten Nachmittag sammeln sie sich um dann gemeinsam ins Schlafquartier zu fliegen. Im Moment befindet sich ein speziell gekennzeichneter Rotmilan unter den Wintergästen. Speziell wenn er sitzt ist eine auffällige orange Flügelmarke mit der Aufschrift E99 gut sichtbar. Nachforschung haben ergeben, dass dieser Rotmilan letzten Sommer als ältester von 3 Geschwistern aufwuchs und im Nest beringt wurde. Es ist das erste Mal, dass er seither gesichtet wurde. Sichtungen bitte entweder unter www.ornitho.ch mit dem entsprechenden Vermerk eintragen oder an ursina.wuest@pingu-net.ch senden.


Wespen-, Mäusebussard oder sonst ewas?


Am 8. und 9. Oktober besuchten insgesamt 26 Personen den Greifvogel-Bestimmungskurs von BirdLife Sarganserland. Im Theoriteil wurden die wichtigsten Greifvögel in Mitteleuropa mit ihren Merkmalen bzw. ihrem Flugbild vorgestellt. Im Praxisteil wurde dann versucht, vorbeiziehende Falken, Bussarde und Sperber sicher zu bestimmen. Auch andere Zugvögel wie Stare und verschiedene Schwalbenarten konnten auf Artniveau erfasst werden.